• Salweidenzweig

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  • starke Hasenschälung an Salweidenaustrieb nach Heckenpflege

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  • Rehwildverbiss an Stockausschlägen einer Salweide

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  • Hasenäsung und Nistplatz: eine in ca. 50 cm Höhe geköpfte Salweide bietet alles.

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Die Teile von Holzpflanzen sind für viele Wildarten Bestandteil ihrer natürlichen Äsung. Holzige Äsung wird im jagdlichen Sprachgebrauch auch als zähe Äsung bezeichnet. Sie enthält für das Wild unentbehrliche Spurenelemente. Insbesondere für Schalenwild, aber auch für Hase und Kaninchen sind Holzpflanzen im Winter eine wichtige Äsung.

Beäst (verbissen) werden Knospen, junge Triebe, Blätter, Rinde und Früchte. Bei Raufußhühnern besteht die Winteräsung fast nur aus Knospen, Triebe und Nadeln.

Verbissmöglichkeiten bieten z. B. Feldgehölze und Remisen, Hecken, Waldränder, aber auch Forstkulturen und Sonderkulturen (z. B. Obstbau, Weinbau).

Besonders in Waldrevieren kommt es bei einem Mangel an anderweitigen Verbissmöglichkeiten zu Verbissschäden und Schälschäden.

Zur Verbesserung des Äsungsangebotes und um die gefährdeten Kulturen zu entlasten, empfiehlt sich daher die Anlage von Verbissgärten oder Prossholzflächen.

Für die Anlage eignen sich alle schnell wachsenden Gehölze, die vom Wild gerne verbissen werden und die beim späteren „Auf den Stock setzen“ wieder stark austreiben.

Einen Ersatz für Prossholzflächen bietet auch das Einbringen von Bäumen und Sträuchern mit starkem Ausschlagvermögen in Forstkulturen, vor allem an Wegrändern.

  • Robinie, Eberesche,
  • Hain-(Weiß-)buche,
  • Linde,
  • Sal- und andere Weidenarten,
  • Roter Holunder und Schwarzer Holunder,
  • Aspe, Feldahorn und Hasel.