Hase (1 von 31)

Zunächst entfernt man den Balg an den Hinterläufen, um den
Hasen an einem Fleischhaken aufzuhängen. Der Schnitt verläuft
später vom Sprunggelenk aus, auf der Grenze zwischen
weißem und brauem Balg, in Richtung Weidloch.
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Beim hängenden Hasen wird mit der anderen Keule ebenso verfahren.
Anschließend wird der Hase an beiden Keulen aufgehängt.
Hase (3 von 31)

Dann wird der Balg – vorsichtig durch Ziehen und Abdrücken
nach unten – von den Keulen gelöst.
Hase (4 von 31)

In Höhe des Geschlechtsteils (hier Rammler) werden die beiden
Schnitte verbunden. Die Blume wird abgetrennt und verbleibt am Balg.
Hase (5 von 31)

Nun wird der Balg vorsichtig nach unten gezogen.
Wo nötig hilft man mit dem Messer nach.
Hase (6 von 31)

Der Balg wird über die Vorderpfoten bis zum Handwurzelgelenk
gezogen. Dort wird der Knochen durch eine Astschere abgetrennt.
Es genügt oft auch ein kleiner Schlag mit einem stumpfen Messer
(der Knochen bricht leicht an dieser Stelle).
Hase (7 von 31)

Wenn beim Abziehen des Balges das Genick sichtbar wird, trennt
man den Wirbelknochen mit einer Astschere oder dem Messer ab.
Hase (8 von 31)

Nun ist der Hase fertig abgebalgt und kann ausgeweidet und zerlegt
werden. Eventuell am Wildbret befindliche Haare werden entfernt.
Hase (9 von 31)

Zunächst wird die Bauchhöhle mit dem Messer geöffnet.
Dabei darf das Gescheide nicht verletzt werden. Bei dieser
Methode sieht man sofort eventuelle Verschmutzungen durch
Magen-, bzw. Darminhalt (verursacht durch Schrote).
Hase (10 von 31)

Das Brustbein kann in der Regel mit einem Messer durchtrennt
werden. Der sich angesammelte Schweiß fließt ab.
Hase (11 von 31)

Nun öffnet man das Schloss mit der Schere.
Hase (12 von 31)

Um das Becken zu erweitern, wird der Beckenknochen
(wie beim Schalenwild) durch Fingerdruck „aufgebrochen“.
Hase (13 von 31)

Blase und Weiddarm werden entfernt, ebenso die Geschlechtsteile.
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Die jetzt sichtbaren Organe sind auf bedenkliche
Merkmale zu überprüfen.
Hase (15 von 31)

Hier wurde mit Darminhalt verschmutztes Nierenfett sofort entfernt.
Hase (16 von 31)

Langsam zieht man das Gescheide nach unten aus der Körperhöhle.
Hier sieht man das durch einzelne Schrotkörner verletzte Gescheide.
Hase (17 von 31)

Nun kommt der Magen zum Vorschein. Dabei wird besonders auf
die Milz geachtet. In diesem Fall ist sie normal und ohne Befund.
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Auch die Leber ist ohne Befund. Zum Entfernen der Gallenblase
wird der Gallengang abgeschärft und die Gallenblase abgezogen.
Hase (19 von 31)

Nun wird die Lunge und das Herz sichtbar.
Auch hier erfolgt sofort die Überprüfung auf bedenkliche Merkmale.
Zusammen mit der Drossel werden diese Organe entfernt.
Hase (20 von 31)

Damit ist der Hase fertig ausgeweidet und kann jetzt sofort zerlegt werden.
Hase (21 von 31)

Das Zerlegen beginnt mit dem Abtrennen der Vorderläufe.
Man fasst dabei einen Vorderlauf mit der Hand und zieht ihn
möglichst vom Wildkörper weg. Dann wird die Muskulatur
zwischen Rippen und Schulterblatt durchtrennt.
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In diesem Fall wurde der Hals von einigen Schroten getroffen.
Der betroffene Bereich wird daher mit der Schere entfernt.
Hase (23 von 31)

Die Dünnungen werden vom Rücken bis zum Beginn der Rippen abgeschärft.
Hase (24 von 31)

Zum Abtrennen der Rippen verwendet man die Schere.
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Der nächste Schnitt wird entlang des Kreuzbeines geführt.
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Dann wird die Keule seitlich abgebogen bis sie vom Beckenknochen abbricht.
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Von der abgelösten Keule wird nun die Pfote mit der Schere entfernt.
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Mit der anderen Keule wird ebenso verfahren.
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Das Kreuzbein wird mit der Schere entfernt.
Hase (30 von 31)

Einzelne Schrotkörner sind sichtbar und können entfernt werden.
Der Hase wurde in optimaler Schussentfernung beschossen.
Die Schrote saßen (von wenigen Randschroten abgesehen) auf der
vorderen Körperhälfte, teilweise nur knapp unter dem Balg und sind
nicht ins Wildbret eingedrungen, was zum sofortigen Schocktod führte.
Hase (31 von 31)

Der fachgerecht zerlegte Hase.
Die Einzelteile von oben nach unten:
• beide Vorderläufe • beide Flanken mit Rippen
• Rücken • beide Hinterläufe


